Korker Handwerksmuseum Das Korker Handwerksmuseum

stellt sich vor:

In einem ehemaligen Brauereigebäude entstand durch private Initiative, mit großer Unterstützung der Stadt Kehl, 1993 aus kleinsten Anfängen ein Museum, dass sich heute auf 3 Stockwerken präsentiert. Gezeigt werden Handwerksberufe, die längst ausgestorben sind bzw. heute nur verändert weiter bestehen.

Die Sammlung zeigt heute diese Berufe in anschaulicher Form:

Fachwerkhaus-Sammlung Fachwerkhaus-Sammlung aller im Hanauerland vorkommenden 22 Haustypen.

Uhrmacher, Uhrensammlung einschließlich Turmuhren.

Küfer mit Darstellung der Fassherstellung mit allen dazugehörenden Werkzeugen.

Steinmetz, mit Bearbeitungswerkzeugen und Skulpturenfragmenten.

Eine alte Friseurstube, Geräte wie sie vor Jahrzehnten gebraucht wurden.

Die Handwerkszeuge eines Dorfschmieds: Der Dorfschmied verfügte über viele Werkzeuge, die dem jeweiligen Verwendungszweck angepasst waren. Er gehörte zu den wichtigsten Handwerkern im Dorf. Geräte für die Landwirtschaft, für Handwerker und vieles mehr wurden hier produziert. Übriggeblieben ist bei uns noch die Hufschmiede für die Pferdehaltung.

Eine umfangreiche Sammlung von Beschlägen und Schlössern sowie Wirtshausschildern. Schöne Wirtshausschilder waren im süddeutschen Raum weit verbreitet. Die Kriegszeit, die Nachkriegszeit mit ihren Zerstörungen und der Hang zur Leuchtreklame haben die Dokumente der Vergangenheit dezimiert; heute erleben sie erfreulicherweise eine Renaissance.

Wagnerwerkstatt Eine komplette Wagnerwerkstatt. Der Wagnerberuf, vorwiegend zur Herstellung von Rädern und Wagen, ist ausgestorben. Maschinen und Gerätschaften sind heute weitgehend unbekannt. Schuhmacherwerkstatt


Eine komplette Schuhmacherwerkstatt: Werktisch, Hocker, Nähmaschine und Leisten waren die wesentlichen Bestandteile einer Schuhmacherwerkstatt.


Der Schneiderberuf stellt sich mit Trachten aus dem Hanauerland vor.
Das Handwerk der Schneider befasste sich auch mit der Herstellung von Trachten, damals eine sehr teure Bekleidung für Kirchgang und festliche Anlässe, oftmals eine Anschaffung fürs Leben. Der Niedergang dieser regionalen Tracht erfolgte noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts; nur noch Trachtenvereine und Museen erhalten die Vergangenheit.

Der Weber verarbeitete die in Heimarbeit gesponnenen Fäden zu Tuchprodukten aller Art. Rohmaterial waren Hanf und Flachs. Webstuhl Der Verdienst war gering, die Arbeitszeit war lang, das Ansehen nicht hoch. Kein Wunder, dass im 19. Jahrhundert die ersten Sozialrevolutionen ihren Ursprung bei den Webern hatten. Hanfbearbeitung, Spinnen und Weben wird mit einem noch betriebsfähigen alten Webstuhl anschaulich dargestellt.

Eine umfangreiche Modell- und Stoffesammlung zeigt die Anfänge der Färberei und des Blaudrucks.
Blaudrucke
Der Blaudruck war die erste Möglichkeit, auf mechanische Weise eine Vielfalt von Mustern in unbegrenzter Zahl herzustellen. Die Technik selbst kam aus Indien. Die ersten Muster waren blau und weiß. Erst im 19. Jahrhundert konnte die Industrie Farben herstellen und diese auch direkt aufdrucken.



Die komplette Kürschnerei Kürschnereienthält alle Maschinen und Werkzeuge und eine umfangreiche Pelzsammlung. Kürschner waren Handwerker und Modeschöpfer zugleich. Früher waren sie sehr angesehen, diente ihr Handwerk doch nicht nur der Verarbeitung von modischen Pelzen, sondern auch zur Herstellung von wärmender Bekleidung. Heute findet das Kürschnerhandwerk nicht mehr die gleiche Anerkennung.

Eine komplett eingerichtete Sattlerei zeigt alle Werkzeuge und Geschirre für die Zugtiere in der Landwirtschaft.

Malerarbeiten werden in alter und neuer Technik präsentiert. Marmor- und Holzimitationen gehörten früher zu den Fertigkeiten des Malerhandwerks, heute wird das bestenfalls von Spezialisten ausgeübt.

Glanzpunkt des gesamten Museums ist die Fischereiabteilung. Fischereiabteilung Fast alle im Rhein und Nebenflüssen vorkommenden Fischarten und viele im Biotop unserer Gewässer lebenden Tiere von Schnecken, Muscheln, Wasserkäfern bis zu Wasservögeln.

Fischerei am Oberrhein vor der Rheinkorrektur durch Tulla war ein florierendes Gewerbe. Die Sammlung zeigt fast alle im Rhein und seinen Nebenflüssen vorkommenden Firscharten und die zusammenhängende Fauna. Die Sammlung ist bedeutend in unserer Region, besonders geeignet für einen anschaulichen Schulunterricht.


Handwerksmuseum Kork

Oberdorfstraße 8, 77694 Kehl-Kork

Öffnungszeiten: sonntags von 14-17 Uhr
Für Gruppen auch wochentags nach telephonischer Vereinbarung

Tel.: 07851/ 95 66 40

Eintritt frei!


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