byzantinische Medizin:

Alexandros von Tralleis

(525 - 605 n.Chr.)

Der Beweis, dass Epilepsie vom Magen ausgeht, liegt darin, dass im Magen häufig eine Unruhe und ein fressendes Nagen entsteht, und dass alsdann die Kranken das Nahen des Leidens fühlen ....

Sobald der Kranke morgens aufgestanden ist und seinen Darm entleert hat, genieße er ... eine Ysopabkochung, die ihm sehr nützlich ist, denn viele sind allein durch ihren Gebrauch geheilt worden, so dass sie nicht mehr als zwei- oder dreimal in diese Krankheit fielen.

Unvermischten Wein nach dem Bade zu trinken ist verboten, weil nichts leichter einen Anfall auslöst - wie überhaupt allen Epileptikern unvermischter Wein gefährlich ist.

Richtige Aussagen:

  • Eine Aura (s. Galen !) kann sich durchaus in "Magenbeschwerden" äußern.
  • Alkohol kann das Auftreten von epileptischen Anfällen begünstigen.

Nicht zutreffende Aussage:

  • Pflanzen oder Pflanzenbestandteile (wie z.B. Ysop [Eisenkraut]) sind wirksame Heilmittel gegen epileptische Anfälle. (Richtig dagegen: Es gibt keine pflanzlichen Mittel gegen die Epilepsie.)

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Deutsches Epilepsiemuseum Kork - Museum für Epilepsie und Geschichte der Epilepsie